Sanfte Bewegung, Atmung und Wahrnehmung – Schritt für Schritt zurück in den eigenen Körper.
Körperorientierte Therapie aus der Tagesklinik: kleine Übungen, die helfen können, Spannung, Gefühle und Körper wieder besser zusammenzubringen.
Worum es geht
In der Körpertherapie steht dein Körper im Mittelpunkt: Atmung, Haltung, Muskelspannung, kleine Bewegungen.
Ziel ist nicht Sport, sondern zu spüren, wie Körper und Gefühle miteinander zusammenhängen – und wie du beides ein Stück beeinflussen kannst.
Viele Übungen sind kurz und schlicht: ein bewusster Stand, eine leichte Dehnung, eine Veränderung der Haltung.
Oft wird direkt danach gefragt, was du im Körper bemerkst – mehr Wärme, mehr Weite oder auch erst einmal nichts. Alles darf sein.
Mein Anker
„Heute reicht: einen Moment im Körper sein.“
Vielleicht findest du deinen eigenen Satz – zum Beispiel „Ich habe Füße“ oder „Ich darf kleiner bewegen als alle anderen“.
So kannst du starten
Wähle einen Ort mit ein wenig Platz – ein Stuhl oder eine Matte reichen.
Stell sicher, dass du dich stabil fühlst: nichts, worüber du stolpern kannst, Schuhe aus, wenn das angenehmer ist.
Erinnere dich an eine Übung aus der Körpertherapie, die sich okay angefühlt hat – z. B. eine Nacken‑Dehnung, ein Schulterkreis, ein bewusster Stand.
Mach die Bewegung kleiner, langsamer und weicher als im sportlichen Kontext. Es geht um Wahrnehmung, nicht um Leistung. 49] 51]
Spüre kurz nach: Was hat sich verändert – im Atem, in der Spannung, in deiner Stimmung?
Wenn dir schwindelig oder unwohl wird, brich die Übung ab, setz dich hin, stell die Füße auf den Boden und atme ein paar Mal bewusst aus. 49] 52]
Kleine Erinnerungen aus der Stunde
„Nur bis zu 60 % gehen“ – Bewegungen dürfen klein bleiben, nichts muss maximal gedehnt werden.
Der Körper darf zwischendurch stillstehen. Pausen sind Teil der Übung, kein Fehler.
Du darfst jederzeit stoppen, langsamer werden oder eine Übung auslassen.
Halte dich an das, was ihr in der Tagesklinik geübt habt – diese Seite soll nur erinnern, nicht ersetzen.
Geführte Körperübung (kurz)
Ein ruhiger Durchgang mit Atmung, Stand und zwei kleinen Dehnungen.
Bald verfügbar …
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Wenn du deine eigenen Körpertherapie‑Audios hinzufügst, kannst du hier denselben Player wie bei PME verwenden.
Noch wichtig zu wissen
Was, wenn eine Übung körperlich weh tut?
Schmerz ist ein Stoppsignal. Geh nur in einen Bereich, der sich spannig, aber nicht schmerzhaft anfühlt.
Reduziere den Bewegungsumfang oder lass die Übung ganz weg.
Was, wenn Gefühle auftauchen?
Körperarbeit kann manchmal Gefühle aktivieren. Du darfst jederzeit eine Pause machen, dich orientieren (Raum anschauen, Füße spüren)
und später mit deinem Behandlungsteam darüber sprechen.
Kann ich Körpertherapie alleine machen?
Viele kleine Übungen – wie bewusstes Atmen, leichtes Dehnen oder ein kurzer Bodyscan – lassen sich gut alleine anwenden.
Für intensivere Themen und Traumen ist Begleitung durch Fachpersonen wichtig.